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Gläubiger Fragen PDF Drucken E-Mail

Was bedeutet Inkasso-Zulassung?

Die Tätigkeit der Inkassobüros steht in Deutschland unter Erlaubniszwang Jedes seriöse Inkassobüro hat die Erlaubnis gem. Art. 1 § 1 S. 2 Nr. 5 des Rechtsberatungsgesetzes (RberG) und ist vom Landgerichtspräsidenten zugelassen.
  

Wie arbeitet ein Inkassounternehmen?
Der Schuldner wird durch permanente briefliche, telefonische oder persönliche Aufforderungen und Mahnungen zur Zahlung bewegt. Der Schuldner wird mit den ermittelten Fakten und Daten aus unterschiedlichen Informationsquellen (unter anderem Bonitätsauskunft) konfrontiert.  Nach Titelerwirkung wird im so genannten Überwachungsverfahren die finanzielle und wirtschaftliche Situation der Schuldner immer wieder überprüft. Des Weiteren wird nichts unversucht gelassen die Forderung auch durch Vollstreckungen und Pfändungen zu realisieren.
  

Wie viele Inkassobüros gibt es?

Es gibt derzeit in Deutschland ca. 750 zugelassene Inkassobüros.
  

Wie hoch ist die Realisierungsquote?

Bei den so genannten frischen Forderungen liegt die zeitnahe Realisierungsquote bei 50 Prozent.
  

Wie hoch ist die Bedeutung eines Inkassounternehmens für die Wirtschaft?

Insbesondere Branchen mit massenhaftem Waren- oder Dienstleistungsumschlag wie Versandhandel, Telekommunikation oder Banken sind auf Inkassobüros angewiesen, weil zu große Forderungsausfälle die Preisstabilität gefährden und letztlich dem  Kunden auferlegt werden müssen.
  

Wie erkennt man im Vorfeld ein seriöses und gutes Inkassobüro?

Das Inkassobüro hat eine Zulassung nach dem Rechtsberatungsgesetz. Es besteht eine Kooperation (zum Beispiel mit der Schufa). Das Inkassobüro nimmt keine Vorschüsse.
  

Was ist Verjährung?

Verjährung ist der durch Zeitablauf eintretende Verlust von Rechten. Gemäß § 194 BGB a. F. unterliegt das Recht, von einem anderen Tun oder Unterlassen zu verlangen, der Verjährung.
  

Was ist ein Schuldtitel?

Ein Vollstreckungstitel (kurz: Titel) ist eine der Voraussetzungen für eine Zwangsvollstreckung. Der Titel muss Angaben über die Parteien, Inhalt, Art und Umfang der Zwangsvollstreckung enthalten. Der Inhalt muss außerdem vollstreckungsfähig sein. Es gibt unterschiedliche Arten von Vollstreckungstiteln. Zu den wichtigsten gehören Urteile, Prozessvergleiche und vollstreckbare Urkunden.